Krise oder im Plural Krisen gehört mittlerweile zu den meist geschriebenen und gesprochenen Worten. Bankenkrise, Wirtschaftskrise.. u.s.w. Soll ich mich jetzt aufregen? Ich glaube ja. Ich kann es nicht mehr hören. Den „Grossen“ wird geholfen und der Mittelstand macht dicke Backen und kann sich selber helfen… Es tut schon arg weh, wenn man sich durch die Medienberichterstattung hangelt. Ohne Rotstift ist man da schon verloren. Ist das Wahrheit, Wahlkampf oder Verarschung? Wo bleibt die Objektivität…. ja, ich weiß wo die bleibt… die bleibt auf der Strecke. Mit der Bankenkrise fing es an. Da werden Milliarden in Banken gebuttert, wo schon vorher klar war, dass der Wurm drin ist. Leider hat das Wirtschaftsministerium versäumt sich richtig zu informieren… oder sich wenigstens richtig beraten zu lassen. Da werden mit Milliarden Steuergeldern jongliert, ohne Prüfung der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage und Offenlegung von Unternehmensdaten. Und wenn man sich verschätzt hat, dann werden halt in der Folgewoche noch ein paar Milliarden nachgelegt. Und selbst wenn man merkt, dass man den Falschen beschenkt hat. Ist halt zu spät. Pech. Das Geld wurde schon bewilligt.
Leute… so etwas kann man auch zurückfordern…..
Bei Auto Popel wird auch noch mal richtig unter die Arme gegriffen. Scheißegal wer in der nahen Zukunft dort mitmischt. Will man auch gar nicht so genau wissen. Da lässt man marode Oligarchien ans Ruder und wundert sich hinterher, dass der Kahn auf dem Trockenen endet.
Insolvenz ist das heutige Schlagwort des Tages. Da braucht man nicht helfen. Gibt ja schon genug Interessenten. Kartell…. ach was…. wir haben doch Krise…. da ist das nicht so wichtig… Die Angestellten sind die „Gelackmeierten“. Hiobsbotschaften Tag für Tag.
Ich krieg auch ne Krise. Also liebe Regierung. Ich habe schlecht gewirtschaftet. Mein Geld verzockt (ach ne, dass heißt ja… ich habe mich „verhoben“, so wie Morsche sich bei der Übernahme von UVW verhoben hat), nun brauch ich Hilfe. Ich will auch ein Stück vom Kuchen. Muss ja gar keine Milliarde sein. Ein paar hunderdtausend tun es auch. Ich hab da noch nen Kumpel bei der Mafia, der gibt dann auch noch ein bischen Knete dazu… und schon geht es mir wieder gut. Wenigstens bis nächste Woche. Dann bitte ich noch mal um Nachschlag. *würg* .
Ach ja, ich bin nicht der Einzige der ne Krise kriegt. Bei Schaps kriselt es auch.

Ich kann dir vollkommen zustimmen! Ich finds grad echt interessant dass wir über dasselbe Thema geschrieben haben und uns auch noch ähnlich ausdrücken und dieselben Schlüsse ziehen
Ich glaube, da draussen sind noch tausend andere, die mit uns fühlen, das auch so sehen .. und jetzt schon an der Hasskappe schneidern.
Pingback: Warstadt und Nopel | Schaps
Über diese Thematik kann man Tagelang diskutieren und Bücher schreiben (und mit Sicherheit werden auch genügend Bücher geschrieben werden), aber ändern wird sich insgesamt sehr wenig. In Deutschland ist irgendwie immer Wahlkampf und somit ist wenig Platz Entscheidungen für eine Zukunft zu treffen, wenn man gleichzeitig irgendwie Wählerstimmen einfangen muss.
Derzeit fällt mir von den medienwirksamen Entscheidungen die Krise abzufedern nur eine ein, die sich als sinnvoll herausstellen könnte : Karstadt die Hilfe zu versagen um so einen Neuanfang zu ermöglichen. Alles andere war Stimmenfang für den Wahlkampf ohne wirtschaftlichen Hintergrund.
Aber bekommt man nicht immer eine Krise wenn man sieht wofür in der Politik angeblich kein Geld da ist und wofür auf einmal doch welches locker gemacht wird – Der Wähler wird die Rechnung schon begleichen.
Leider kommt man sich genau deshalb so hilflos vor. Man realisiert, was eigentlich abgeht, hat jedoch kein Mittel um etwas dagegen zu tun. Und dann gibt es leider noch den anderen großen Anteil in der Bevölkerung die alles für bare Münze nimmt was erzählt wird und gar keine eigene Meinung mehr hat. Danke für Deinen Beitrag.
Dass immer Wahlkampf ist, liegt ja an den toll über 5 Jahre verstreuten Landtags- und Kommunalwahlen. Wäre alles immer an einem einzigen Datum, wäre da schon geholfen!
Der Wahlkampf, wenn er dann mit ehrlichen Mitteln geführt werden würde, ist ja keine schlechte Sache. Was mich explizit stört, sind die leeren Versprechungen, Umfallerparteien u.s.w. Es liegt meiner Meinung nach zu viel Macht bei einzelnen Personen. Volksentscheide würden da helfen.
In einigen Bereichen sicherlich…aber ich zweifel gern an der Schlauheit der Massen…siehe Internetsperren.
Auch hier gebe ich Dir recht. Gerade sieht man mal wieder, wie einfach es ist die Massen mit einigen wenigen Meldungen zu beeinflussen. Ich wette, 70 % sind Mitläufer ohne Plan.
Bei uns in Österreich nicht anders!!!! Ich schließe mich dir an und versinke auch in einer Krise…grummel
Willkommen im Club der Krisengeschädigten. Da sollte man einen Verein gründen und dann Zuschüsse beantragen!